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  • 07.03.2017 – Inklusion

    Mikolaschek bezwingt Paralympics-Siegerin Peric-Rankvic / Zehn Medaillen in Lignano

    Mikolaschek bezwingt Paralympics-Siegerin Peric-Rankvic / Zehn Medaillen in Lignano Deutschlands erfolgreiche Frauen beim Masters (v.l.): Sandra Mikolaschek, Marlene Reeg und Lisa Hentig (Foto: Hannes Doesseler)

    Lignano. Erfolgreicher Auftritt der deutschen Para-Tischtennis-Teams in Italien: Bei den Lignano Master Open und den Lignano Junior Open stellten die Deutschen mit dem Gewinn von insgesamt zehnmal Edelmetall eine gute Frühform im Jahr 2017 unter Beweis. Beim Master-Event sicherte sich die deutsche Equipe drei Medaillen im Einzel- und drei Medaillen im Teamwettbewerb. Bemerkenswert: An vier der sechs Master-Medaillen waren Nachwuchsspieler beteiligt, die schon beim Junior-Event Erfolge gefeiert hatten. Fazit der beiden Turniere nach zehn Medaillengewinnen: Die Team-WM kann kommen.

    Mikolaschek beim Master in überragender Form

    Besonders Sandra Mikolaschek zeigte sich in in Lignano Sabbiadoro bei Venedig in eindrucksvoller Verfassung. Wie schon im U23-Turnier gewann sie ihre Gruppe in den kombinierten Wettkampfklassen 4-5 souverän. Im Halbfinale des Masters gelang ihr die Revanche für das bittere Viertelfinal-Aus in Rio de Janeiro gegen Sue Gilroy aus Großbritannien, der sie dieses Mal bei ihrem 3:1-Sieg keine wirkliche Chance ließ. Doch der große Coup folgte im Finale: Hier traf sie auf die Paralympics-Siegerin Borislava Peric-Rankvic (Serbien), gegen die sie bisher noch nie einen Sieg einfahren konnte. Das beeindruckte die 19-Jährige jedoch wenig: Mikolaschek trumpfte groß auf, gewann mit 3:1 die Goldmedaille und setzte mit ihrem ersten Sieg gegen Peric-Rankovic eine beeindruckende Duftmarke. Im Teamwettbewerb zog die Wahl-Düsseldorferin allerdings knapp den kürzeren und besiegelte damit die Finalniederlage gegen die Serbinnen Peric-Rankovic/Popadic und holten Silber. Vorher besiegten Mikolaschek/Hentig die Duos aus Japan/Serbien.

    Gold und Silber auch für Brüchle 

    Ebenfalls Gold im Einzel- und Silber im Teamwettbewerb holte der Vize-Paralympicssieger im Team, Thomas Brüchle. Der Lindauer setzte sich in der WK 3 ohne Satzverlust als Gruppenerster durch. Der Satzverlust im Halbfinale gegen den Schweden Alexander Ohgren sollte der einzige des Einzelturniers bleiben. Im Finale hatte Brüchle keine Mühe mit dem Rumänen Makszin Dacian. Im Teamwettbewerb trat Brüchle mit dem Franzosen Alexandre Delarque in der WK 4 an. Das Duo unterlag erst im Finale dem eingespielten Team aus Polen Lis/Nalepka. 

    Ein weiterer Youngster machte nach Silber im Junior-Turnier auch bei den Master Open auf sich aufmerksam: Die 16-Jährige Marlene Reeg durfte zwei weitere Medaillen mit nach Hause nehmen. Mit Siegen gegen Bicsak (Ungarn) und Saratova (Russland) und Niederlagen gegen Lucic (Kroatien) und Tepelea (Rumänien) erspielte sich die Hessin Bronze im Einzel der Wettkampfklasse 10. Im Teamwettbewerb holte sie an der Seite der Ungarin Bettina Bicsak in den kombinierten Wettkampfklassen 8-10 Silber. Lediglich das polnisch-rumänische Duo Pek/Tepelea erwies sich als stärker.

    Bei Co-Trainer Hannes Doesseler hinterlässt das erste Turnier des Jahres 2017 einen rundum positiven Eindruck: „Wir konnten die gute Leistung aus den Junior Open in die Master Open mitnehmen und unsere Form bestätigen. Besonders Sandras Sieg gegen die Paralympicssiegerin Peric-Rankovic war herausragend“, freut sich Doesseler. „Das war ein guter Start in die schwere nach-paralympische Saison - auch im Vergleich mit anderen Nationen. Die Team-WM kann kommen.“

    Vier Medaillen bei den Junior Open

    Vor den Masters Open waren die Junior Open in Lignano ebenfalls sehr erfreulich verlaufen. In dem Turnier für Spieler unter 23 Jahren holten Sandra Mikolaschek und Corinna Hochdörfer Gold in ihren Wettkampfklassen, Marlene Reeg und Tim Laue sicherten sich jeweils die Silbermedaille. Damit konnten sich von sechs deutschen Startern vier in die Medaillenränge spielen.

    Erster Titel für Hochdörfer

    Erfolgreich bei den Junioren (v.l.): Sandra Mikolaschek, Corinna Hochdörfer, Tim Laue, Marlene Reeg (Foto: Hannes Doesseler)Die Paralympionikin Sandra Mikolaschek ließ in den kombinierten Wettkampfklassen 1-5 nichts anbrennen und sicherte sich den Sieg gegen ihre Gegnerinnen aus Russland, Kroatien und Italien ohne Satzverlust. Spannender machte es Corinna Hochdörfer (WKs 7-8) auf dem Weg zu ihrem ersten internationalen Titel: Das erste Spiel ihrer Fünfergruppe gewann sie knapp gegen die Italienerin Elena Elli, verlor danach jedoch mit 2:3 gegen die Norwegerin Merethe Tveiten. Dann war die Pfälzerin aber voll und ganz im Turnier angekommen. Die nächsten Spiele gewann sie mit 3:1 gegen Nora Corneliussen (Norwegen) und glatt mit 3:0 gegen die an Position eins gesetzte Holländerin Suzan Klomp. Somit war die 20-Jährige spielgleich mit der Lokalmatadorin Elli, durfte sich aber aufgrund des direkten Vergleichs die Goldmedaille abholen.

    Auch Marlene Reeg zeigte in der Wettkampfklasse 10 eine starke Leistung. Die Hessin besiegte sowohl die Russin Daria Saratova als auch die Kroatin Anja Laus glatt in drei Sätzen. Lediglich der Rumänin Ioana- Monica Tepelea musste sich die 16-jährige Reeg in drei umkämpften Sätzen geschlagen geben und holte Silber. Bei den U23-Jungen war Tim Laue erfolgreich. Er gewann seine Gruppe in der WK 6 ohne Satzverlust und traf im Halbfinale auf Marios Chatzikyriaokos aus Griechenland. Hier gab Laue zwar seinen ersten Satz ab, zog aber dennoch souverän ins Finale ein, unterlag am Ende aber knapp dem Kroaten Pavao Jozic im Kampf um Gold. Karl Witzgall schied bei seinem ersten internationalen Auftritt im Viertelfinale der WK 6-7 gegen Elias Debeyssac (Frankreich) aus. Alexandros Kalpakidis, der eigentlich in der WK 11 antreten sollte, absolvierte mangels Gegnern fünf Freundschaftsspiele gegen Spieler aus der WK 10, von denen er zwei gewinnen konnte

    Co-Bundestrainer Hannes Doesseler war sehr zufrieden: "Wir haben hier ein starkes Auftreten des Nachwuchses erlebt und einen sehr guten Start ins nach-paralympische Jahr hingelegt. Besonders Corinna hat sich sowohl spielerisch als auch mental verbessert und ihren Landestrainer Michele Comparato mit ihrer Leistung sehr glücklich gemacht."

    Ergebnisse

    Zu den Ergebnissen der Lignano Master Open

    Zu den Ergebnissen der Lignano Junior Open

    Sonja Scholten