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  • 18.03.2017 – 1. Bundesliga Damen

    Der LTTV Leutzscher Füchse 1990 nimmt das Geschenk dankend an

    Der LTTV Leutzscher Füchse 1990 nimmt das Geschenk dankend an Anna-Marie Helbig vom LTTV Leutzscher Füchse 1990 hat ihr Können nicht unter Beweis stellen müssen (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)
    Frankfurt/Main. Den ersten kompletten Spieltag der Rückrunde haben kampflos abgegebene Punkte der Gästemannschaften TuS Bad Driburg und TUSEM Essen geprägt. Betraf es bei den Kurstädterinnen Nina Mittelham und Shi Qi, so fiel auch bei den Essenerinnen die Nummer eins Barbora Balazova verletzungsbedingt aus. Die Favoriten gaben dadurch ihren Vorteil beim LTTV Leutzscher Füchse 1990 und beim TV Busenbach ab. Am Rande dreht sich wie in jedem Jahr zu dieser Zeit auch das Wechselkarussell. Der TuS Bad Driburg zeigt sich hocherfreut, dass mit Nadine Bollmeier (Essen) eine Spielerin an ihre frühere Wirkungsstätte zurückkehrt.
     

    LTTV Leutzscher Füchse 1990 – TuS Bad Driburg: 6:3

    Verhaltener Jubel nach erstem Saisonsieg
     
    Die Würfel beim LTTV Leutzscher Füchse 1990 sind gefallen, das Schlusslicht wird den Abstieg aus der 1. Bundesliga akzeptieren. Präsident Christian Klas hatte Gründe für diese Entscheidung genannt. Klas ließ aber auch nicht unerwähnt, dass sich die Spielerinnen weiterentwickelt hätten, und die fünf Jahre viel Spaß gemacht hätten. „Vor allem die Aufmerksamkeit, Anerkennung, tolle Erlebnisse und einen Ansatz von Fankultur lassen den Schritt im Nachhinein als richtig erachten“, ergänzte der Präsident seine Ausführungen.
     
    Die Zuschauer wurden diesmal allerdings schwer enttäuscht, denn beim TuS Bad Driburg hatte Nina Mittelham nach ihrer Verletzung nur grünes Licht für ein Spiel. Die Kräfte wurden für das morgige Heimspiel gegen den ttc berlin eastside konserviert. Deshalb schenkte die Nummer eins das Doppel und die Einzel kampflos ab. Elena Waggermayer stand als Ersatz nicht zur Verfügung. Die Misere wurde vergrößert, als schließlich auch noch Shi Qi im hinteren Paarkreuz abschenkte. Ein reguläres Spiel kam somit kaum zu Stande.
     
    In den Einzeln bewies die luxemburgische Nationalspielerin DeNutte eine gute Moral und gewann gegen Mühlbach. Im dritten Abschnitt wusste die Leipzigerin vier Satzbälle nicht zum Anschluss zu nutzen. Michajlova revanchierte sich souverän gegen Huong Do Thi. Den sicheren Gesamterfolg vor Augen zeigte Shavyrina gegen DeNutte was in ihr steckt. Nach einem 0:2-Rückstand entwickelte die Russin Ehrgeiz. Doch nach einem erfreulichen 11:9 besann sich die Nummer zwei des TuS ihrer spielerischen Qualitäten zum 11:9. Mehr als Ergebniskosmetik war nicht mehr möglich.
     
    „Qi laboriert an einer Fußprellung und wird auch gegen die SV Böblingen noch ausfallen. Die Auslosung in den Doppeln passte nicht, sonst hätten wir 5:5 gespielt. Das war durchaus möglich. Sarah/Katharina spielten gut, waren nicht chancenlos. Dafür präsentierte sich Sarah in ihren Einzeln mit viel Selbstbewusstsein. Sie wird immer stärker. Total happy sind wir über die Rückkehr von Nadine Bollemeier, weil sie auch jeder kennt. Sie wird voraussichtlich im hinteren Paarkreuz antreten. Eine echte Verstärkung“, sagte TuS-Manager Franz-Josef Lingens.
     

    TV Busenbach – TUSEM Essen: 6:1

    Jennie Wolf behauptet sich
     
    Ein nahezu identisches Bild entwickelte sich zwischen dem TV Busenbach und dem TUSEM Essen. Jessica Göbel/Tanja Krämer zogen mit einem engen 3:2 gegen Nadine Bollmeier/Alena Lemmer das 2:0 an Land. Am Nebentisch ergab sich der Sieg für Leonie Hartbrich/Katharina Sabo, die umsonst angereist waren, gegen Geburtstagskind Barbora Balazova/Su Yan kampflos. Die Slowakin musste wegen Knieproblemen passen. „Wir haben Barbora ein Ständchen gesungen, und einen Kuchen bekam sie auch. Wir hätten natürlich gern gegen das schwächere Doppel gespielt. Das war schade, aber unsere Leistung war nicht schlecht. Ein paar Feinheiten gaben den Ausschlag“, berichtete TUSEM-Teamsprecherin Bollmeier. „Wir gewannen die Aufschlagwahl, und stellten uns gleich für uns günstig hin. Wir wollten unbedingt die Revanche. Und letztendlich unterlief uns kein leichter Fehler mehr“, freute sich TVB-Mannschaftsführerin Jessica Göbel.   
     
    Das 4:0 baute Krämer mit einem 3:11, 11:6, 13:11, 11:9 gegen Bollmeier auf. Im vierten Satz lag die Busenbacherin schon 3:8 zurück, doch die Aufholjagd konnte Bollmeier auch durch eine Auszeit beim 8:6 nicht stoppen. „Das war von Tanja ein Bigpoint. Nach dem Rückstand brachte sich Nadine selbst aus dem Spielfluss, weil sie die Aufschläge von Tanja monierte“, kommentierte Göbel. „Das ist richtig, dadurch brachte ich mich aus dem Rhythmus. Dabei sieht meine Bilanz gegen Tanja eigentlich eher positiv aus, und ich hätte weiterspielen sollen. Aber so ist das manchmal“, erklärte Bollmeier.
     
    Seinen kompletten Kader schöpften die Gastgeberinnen im hinteren Paarkreuz aus, denn neben Jennie Wolf trat Yana Timina an. Die Niederländerin Jennie Wolf vom TV Busenbach überzeugt (Aufnahme: Holger Straede)bestätigte das Vertrauen nicht, denn beim 5:11, 11:8, 7:11, 6:11 ließ sich der Erfolg gegen Su aus der Vorrunde nicht wiederholen. „Su Yan agierte deutlich besser als im Hinspiel“, so Göbel. Für Begeisterung sorgten dafür die Beiden Youngsters Wolf und Alena Lemmer, die sich beim 11:9, 11:13, 13:11, 9:11 einen offenen Schlagabtausch lieferten. Im zweiten Durchgang lag Wolf 11:10 vorn, sodass ein 3:0 in der Luft lag. Im Entscheidungssatz nahm Wolf das Heft zum 11:4 fest in die Hand, bei Lemmer riss komplett der Faden. „Ein paar unglückliche Bälle gaben den Ausschlag, denn im ersten Satz lag Alena 5:1 in Front, und auch im Dritten 11:10. Das Match stand auf des Messers Schneide. Alena stand natürlich unter Erfolgsdruck, da gelingt nicht immer alles“, war Bollmeier aber voll des Lobes über die Vorstellung. Gleichzeitig bestätigte die 35-Jährige ihren Wechsel nach Bad Driburg. „Das war für mich Glück im Unglück. Ich hatte dort schon eine schöne Zeit, freue mich sehr. Die Champions-League stellt für mich einen Anreiz und Herausforderung gleichermaßen dar“, meinte Bollmeier.
     
    „Der Titelgewinn im Einzel im Trikot der Mädchen-Nationalmannschaft schürte bei Jennie das Selbstvertrauen. Sie ist in der Lage, auch wenn sie zwischenzeitlich mal von der Taktik abweicht, sich rechtzeitig zu fangen. Eine sehr positive Entwicklung. Nach außen wirkte sie auch so, als könne sie das Spiel nicht verlieren“, analysierte Göbel zufrieden.

    Martina Emmert

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